Aus: JydskeVestkysten

„Camp-let“ soll in Dänemark bleiben

21.02.2013 | 14:53 |

Connie Bøgwad Schmidt

Lohnintensiv: Der nordschleswigsche Faltwohnwagen-Hersteller „Camp-let“ strebt nach Marktanteilen u. a. in Südeuropa. Dies wiederum setzt das Preisniveau erheblich unter Druck.

Produktionschef Jørgen Due hat gemeinsam mit Hans Jørn Nissen eine überaus aktive Rolle bei der Analyse der Arbeitsgänge in den Werkstätten in Arnum gespielt und an der Gestaltung der neuen Hallen mitgewirkt. Foto: Jacob Schultz

Arnum – „Camp-let“ möchte auch in Zukunft in Dänemark produzieren. Darum haben Unternehmensleitung und Mitarbeiter seit Weihnachten daran gearbeitet, den Produktionsapparat in Arnum im nordwestlichen Nordschleswig zu effektivieren, sodass in dem Unternehmen neue Arbeitsgänge greifen können.

Die große Aufgabe bestehe darin, die Höhe der Kosten für jeden einzelnen Planwagen, der hier hergestellt wird, zu mindern, denn die Konkurrenz sei groß, erklärt Firmeninhaber Hans Jørn Nissen.

„Ich hatte genau zwei Möglichkeiten: outsourcen oder effektivieren. Einige haben mir geraten, die Produktion nach Polen auszulagern, weil die Löhne dort wesentlich niedriger sind, aber das möchte ich nicht. Ich möchte meine Mitarbeiter behalten, weil sie über ein Know-how verfügen, das man nirgendwo auf der Welt für Geld kaufen kann, und was das Wichtigste ist: Ihr Herz schlägt für das Unternehmen“, betont der Direktor. Das habe sich während des Rationalisierungsprozesses gezeigt, wo sie dazu beigetragen haben, die Einrichtung der Produktionshallen zu gestalten.

 

Mehr Platz

 

Eine der größten Veränderungen besteht darin, dass die Camp-let-Wagen während des Produktionsprozesses künftig nicht mehrmals in dieselben Hallen rein- und rausfahren, sondern in der richtigen Reihenfolge von Etappe zu Etappe rücken. Dies wiederum bedeutet, dass für die Produktion von Euro-Anhängern und Schilderwagen mehr Platz zur Verfügung steht, was sich für das Unternehmen zu einem zusätzlichen Standbein entwickeln wird: „Mit der neuen Einrichtung können wir wöchentlich fast doppelt so viele Anhänger herstellen, und die müssen ja auch verkauft werden. Aus diesem Grund haben wir einen Verkaufschef eingestellt, der sich auf die Euro-Trailer konzentrieren wird, während ich mich in erster Linie mit Camp-let befassen werde“, erläutert Hans Jørn Nissen.

 

Das Unternehmen

Camp-let ist ein Familienunternehmen, das im Jahr 1969 gegründet wurde.  Der erste Faltwohnwagen wurde 1973 hergestellt und seither weiterentwickelt. „Camp-let“ verfügt in Arnum über 5.000 Quadratmeter Fläche unter einem Dach.


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